
Auf dieser Seite werden wir Sie in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen über Neuigkeiten aus unserer Praxis und dem Gesundheitswesen informieren. Wir betrachten dies als Service für Sie und werden uns bemühen, Neues möglichst zeitnah mit zu teilen.
- Veränderungen in den Sprechzeiten
Aus unserer Schülerin Anika ist nun Schwester Anika geworden und wir heißen Sie in unserem Team noch einmal herzlich willkommen. Sie hat nun ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Dazu einen herzlichen Glückwunsch!
Das Ärztehaus Ernst-Thälmann-Str. 165 arbeitet täglich daran, seine Qualität zu verbessern. Schon lange störte deshalb das Praxisteam die drangvolle Enge vor dem Tresen und das knappe Platzangebot im Wartebereich. Besonders weil gerade am Tresen die Diskretion teilweise auf der Strecke blieb.
Nun ist es durch einige kleine Umbaumaßnahmen erfreulicher Weise gelungen, hier mehr Platz für die Patienten zu schaffen. Dadurch erhöht sich die Qualität an der Anmeldung und im Wartebereich erheblich.
Seit Wochen schon bringen die Medien immer wieder Berichte von Ärzteprotesten. Seit Wochen greifen immer Ärzte zum Mittel des Streiks um auf unhaltbare Zustände aufmerksam zu machen.
Alles nur ein Sturm im Wasserglas? Sehen die "Götter in Weiss" ihre Felle davonschwimmen? Mit nichten.
Die Probleme sitzen wesentlich tiefer. Die nachfolgenden Ausführungen sollen Ihnen einen kleinen Einblick in die Problematik geben, warum Ärzte zum Mittel des Streiks greifen,
um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Wir wollen hier versuchen deutlich zu machen, dass im System der Krankenversicherung genau so etwas nicht stimmt, wie im System der Selbstverwaltung der Ärzte.
Es kann eigentlich nicht angehen, dass Ärzte sich in ihren Praxen für ihre Patienten engagieren, sie behandeln und dann seitens der Politik, seitens der Kassen nicht ihren wohlverdienten Lohn für die getane Arbeit erhalten.
Wissen Sie, wie ambulante Leistungen der Ärzte durch die Krankenkassen finanziert und bezahlt werden? Sicherlich nicht.
Folgen Sie uns bei dem Versuch, das System ein wenig zu erläutern:
Die Krankenkassen unterscheiden 3 Gruppen: Mitglieder, Rentner und Familienversicherte.
Für Mitglieder und Rentner wird seitens der Kassen eine jährliche Kopfpauschale an die Kassenärztlichen Vereinigung gezahlt.
Diese beträgt zwischen ca. 320 EUR von den BKK'en und ca. 650 EUR von den
Ersatzkassen. (Barmer, DAK, TK, usw.)
Für Familienversicherte, worunter auch die sog. "HARTZ IV-Empfänger" und Kinder zählen, gibt es Nichts. Ob sie vergessen wurden oder absichtlich ausgespart wurden, entzieht sich unserer Kenntnis.
Dadurch steht natürlich der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) weniger Geld zur Verteilung an die Ärzte zur Verfügung. Das hat nun zur Folge, dass einige Praxen nicht mal mehr kostendeckend arbeiten können.
Für unsere Praxis bedeutet dies, dass wir zur Zeit nur rund 1/3 unserer tatsächlichen Leistungen bezahlt bekommen.
Auch wenn die Kassen, wie oben dargestellt erhebliche Unterschiede in der Bezahlung machen, so werden jedoch in der Praxis
keine Unterschiede in der Behandlung und beim Patientenstatus gemacht.
Nicht viel anders sieht es z.B. auf dem weiten Gebiet der Heilmittel und Medikamente aus. Aufgrund von umfänglichen Pauschalierungen, ist für den Arzt nur ein begrenztes Budget an Geld für Medikamente und Heilmittel festgelegt.
Konkret sieht das für die Gruppe der Allgemeinmediziner so aus: Für Mitglieder und Familienversicherte stehen ca. 39,00 EUR und
für Rentner ca. 129,00 EUR pro Quartal und behandeltem Patienten für Medikamente zur Verfügung.
Der Oberknaller ist ein Gesetzentwurf, der z.Zt. im Bundesrat zur Beratung vorliegt und noch für 2006 in Kraft gesetzt werden soll.
Nach diesem Gesetz soll geregelt werden, dass Ärzte, die ihr Medikamentenbudget einhalten mit einem Bonus belohnt werden und alle anderen, denen das nicht gelingt, entsprechend bestraft werden.
Konkret hieße das für unsere Praxis, dass wir z.B. bei einer Überschreitung unseres Budgets um rund 40 % (wie zur Zeit) eine Strafe in Form einer Honorarkürzung in Höhe von 20 % des Überschreitungsbetrages zu erwarten hätten.
In Zahlen hieße das: Wir bekämen rd. 12.000,00 EUR weniger. Sie erinnern sich - wir bekommen jedoch ohnehin nur noch rd. 1/3 der tatsächlich erbrachten Leistungen bezahlt.
Wo soll das hinführen?
Was ist, wenn diese Budgets bereits in den ersten 3 Wochen eines Quartals verteilt und aufgebraucht sind?
Was, wenn Sie, als Patient nun z.B. nach sechs Wochen eines Quartals Mediakmente benötigen?
Es ist ganz klar: Leidtragende sind am Ende Sie, als Patienten!
Und genau dagegen richten sich die Proteste der Ärzte.
19. September 2005: Impfen ist aktive Vorsorge
In den Jahren 1994, 1995 und 1996 wurden fast alle unsere Patienten gegen Tetanus und Diphtherie geimpft.
Nun sind gut 10 Jahre schon wieder um und es wird Zeit, den Impfstatus wieder aufzufrischen.
Wenden Sie sich vertauensvoll an unsere Schwestern für eine Terminvereinbarung.
Am Besten gleich hier.

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